29.08.2007: New York - Waterloo - Wünderlich

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29.8.2007: New York-Waterloo
Nachdem wir uns in den vergangenen Tagen fast ausschließlich von Sandwichs und Fast Food ernährt haben, gönnen wir uns heute zum Frühstück und zum Abschied von New York etwas besonderes: Nur ein paar hundert Meter vom Hotel entfernt liegt Ellens Stardust Diner, ein Diner der richtig schön im klassischen Stil der 50er Jahre gestaltet ist. Am Morgen ist hier wenig los, so dass wir einerseits problemlos einen Platz bekommen, andererseits aber leider auch auf die berühmten singenden Kellner verzichten müssen. Macht aber nichts, das Essen ist genial lecker und die Portionen riesig.

Frisch gestärkt checken wir aus dem Hotel aus und fahren mit der Subway in Richtung Abholstation von National-Rent-a-Car. Zum Glück müssen wir von der Haltestelle an der 42th Street unser Gepäck nur ein paar hundert Meter schleppen. Der junge Mann, der uns bedient, scheint nicht der allerschnellste zu sein. Ein schweizer Pärchen kommt deutlich nach uns an, gerät an die zweite Bedienung und darf schon relativ schnell den Mietwagen in Empfang nehmen. Wir warten geduldig und werden belohnt: Wir bekommen kommentarlos einen weißen Chevy Impala hingestellt, das ist Fullsize, vorgebucht war eigentlich Compact, also zwei Klassen niedriger. Prima. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Lenkrad-Automatikschaltung bewegt Dirk den Wagen immer sicherer durch den Straßenverkehr von Manhattan: Zuerst ein Stück in die Stadt rein, dann nach Süden, bis zur nächsten Querverbindung in Richtung Autobahn am Hudson River. Dieser folgen wir nach Norden, links von uns immer der Fluss, rechts im stetigen Wechsel Büros, Wohnungen und alte Industrieanlagen. Den Hudson River überqueren wir auf der Washington Bridge. Auf der anderen Seite des Flusses verfahren wir uns zuerst einmal und nutzen die Gelegenheit, in einer kleinen Ortschaft den Wagen aufzutanken (die achtel Tankfüllung, die zu Beginn drin war, hat sich während der Gurkerei durch die Stadt doch ziemlich schnell reduziert) und gleichzeitig unser Navisystem (dem wir für den Rest unserer Tour den Namen "Lisa" verpassen - nicht sehr einfallsreich für ein TomTom-Navigerät, das ist uns klar…) zu aktivieren.


Blick aus dem Auto während der Fahrt auf dem West Side Highway nach Norden

Auf der US 9W geht es gemütlich nach Norden, schön kurvig, bergauf und bergab durch kleine Ortschaften, viele Bäume und rechts immer wieder Ausblicke auf den majestätischen Hudson River. Wirklich eine schöne Gegend. Nach einiger Zeit erreichen wir den Bear Mountain State Park, wo wir eine Pause einlegen und auf einen der ausgeschilderten Trails ein wenig den Wald erkunden. Wir folgen der US 9W bis nach Kingston, wo wir das Hudson Valley verlassen und zunächst die Catskill Mountains durchqueren. Die Straße führt jetzt durch eine sehr hügelige und bewaldete Landschaft. An der in den Catskills befindlichen Museumseisenbahn fahren wir vorbei, als aber in Arkville mehrere Dampflokomotiven und Waggons der Brooklyn Eastern District Railroad mehr oder weniger direkt an der Straße abgestellt sind, halten wir an und besichtigen die alten Gefährte.


Die große Lodge des Bear Mountain State Park


Auf einem Trail im Bear Mountain State Park


Bear Mountain Bridge über den Hudson River


Blick zurück auf die Catskill Mountains


Alte Lokomotive der BEDT in Arkville

Über die Interstate 88 und 81 nähern wir uns Ithaka, das wir am späten Nachmittag erreichen. Diese Universitätsstadt liegt idyllisch am Cayuga Lake, einen der Finger Lakes, die in der Form lang gestreckter Finger das Landesinnere des Staats New York überziehen. Der See erinnert irgendwie an den Starnberger See, sowohl von der Landschaft her als auch von der Bebauung am Ufer, wo unzählige Häuser den direkten Zugang zum See erschweren. Mit beginnender Dämmerung erreichen wir den Taughannock Falls State Park. Hier spazieren wir zunächst etwas entlang des Seeufers, dann schauen wir uns den Wasserfall an, der dem Park den Namen gegeben haben: Es fließt zwar nicht gerade viel Wasser, trotzdem ist dieser Wasserfall der höchste im Nordosten der USA, 10 Meter höher als die Niagarafälle.


Alte Brücke im Taughannock Falls State Park


Abendlicher Blick auf den Cayuga Lake


Taughannock Falls

In der einbrechenden Dunkelheit fahren wir noch entlang des Sees bis zu dessen Ende und weiter nach Waterloo, wo wir uns ein günstiges Motel für die Nacht suchen. Kurz vor der Ankunft findet Dirk heraus, dass der Bordcomputer unseres Impala eine Restlebensdauer für das Motoröl anzeigt. Diese liegt momentan bei 15 %, das kommt uns nicht gerade viel vor. Das müssen wir im weiteren Verlauf unserer Reise im Auge behalten, wir wollen nicht dass sich der Wagen irgendwo im mittleren Westen weigert, weiter zu fahren.

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