18.09.2018: Schiltach - Straßburg - Wünderlich

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18.09.2018: Schiltach - Straßburg
Da heute eine etwas kürzere Etappe ansteht, gönnen wir uns nach dem Frühstück noch mal einen kleinen Stadtspaziergang, um die Fachwerkhäuschen, die gestern schon im Schatten lagen, noch einmal ausgiebig zu bewundern. Danach befreien wir unsere Räder aus dem Pferdestall (der Fahrradkeller des Hotels heißt wirklich so), und weiter gehts.

Nach Lech, Donau, Blau und Neckar folgt nun der fünfte Flussradweg dieser Reise: der Kinzigtalradweg. Die ersten paar Kilometer sind wir noch sehr enttäuscht: zwar ist die Landschaft wunderschön und wirkt wie aus Hauffs Märchen, doch der Radweg führt parallel einer vielbefahrenen Straße, die vor allem von Lkws genutzt wird. Wir werden auch einmal von der modernen Version eines Kinzig-Floßes (sprich einem Holzlaster) überholt.

Endlich quert bei Halbmeil die Straße den Fluss, während wir am anderen Ufer bleiben und von nun an können wir ungestört die schöne Schwarzwaldlandschaft bewundern. Je weiter wir nach unten kommen, desto mehr nähert sich auch die Vegetation dem Oberrheintal an. Mit den bunten Obstwiesen und Palmen und sogar Bananenstauden in den Vorgärten wirkt es hier schon fast mediterran. Bei Gengenbach sehen wir dann auch schon die ersten Weinberge an den Hängen.

Kurz vor Offenburg ist der Schwarzwald dann plötzlich zu Ende. Auf einem der letzten Ausläufer zu unserer Rechten thront malerisch das Schloss Ortenberg. Von Offenburg selbst sehen wir nur hässliche Hinterhöfe in Form eines nicht enden wollenden Industriegebiets entlang der hier kanalartigen Kinzig.

Hinter der Stadt wird es dann wieder schöner: der Fluss ist hier umsäumt von Bäumen und Büschen, im Wasser stehen immer wieder Reiher. Unser Weg schlängelt sich an hübschen Dörfern vorbei durch die Felder – nur die Ebene wirkt auf Dauer etwas eintönig.

In Kehl gehen wir noch mal einkaufen, dann überqueren wir den Rhein auf einer hypermodernen Fußgänger- und Radfahrerbrücke. In der Mitte der Brücke wechseln wir zeremoniell die Beflaggung von Dirks Fahrrad (die drei Löwen von Baden-Württemberg werden durch die Trikolore ersetzt). Dann geht es weiter nach Frankreich. Wir durchqueren zunächst Außenbezirke Straßburgs, die durch ihre moderne Architektur auffallen. Über auffällig gute Radwege erreichen wir schließlich die Innenstadt und beziehen unser Hotel.

Nachdem wir uns frisch gemacht haben erkunden wir noch zu Fuß die Stadt. Trotz immer noch leicht schmerzender Oberschenkel lassen wir es uns nicht nehmen, den Münsterturm zu erklimmen und die Aussicht zu genießen. Mittlerweile ist ein Gewitter aufgezogen, das uns schließlich zwischen den Fachwerkhäusern des Gerberviertels erwischt. Zum Glück ist der Regenguss nicht sehr stark und bald vorbei, so dass wir unseren Rundgang schnell fortsetzen können.

Tageskilometer: 81.7 km, Gesamtstrecke: 422 km

Die Kinzig


Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Rhein


Auf dem Straßburger Münster


Im Gerberviertel von Straßburg

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